A1 2020 Spielbericht6

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MMM 2019/20 (A1) / Spielbericht 6. Runde

Um ein Quäntchen: SC Haar 1931 3 – SG Schwabing München Nord 1 3 : 5

Spielbericht:
In der sechsten Runde der Münchner Mannschaftsmeisterschaft siegte die Psychologie, unsere dritte Mannschaft ließ reelle Chancen gegen den scheinbar übermächtigen Gegner liegen.

Dabei begann der Abend ideal mit einem vollen Brettpunkt von Adela an Brett 6 (Weiß), wo ihr jugendlicher Gegner verhindert war. 1:0.

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Gebhard ließ an Brett 3 ein überaus aktives Schwarzremis folgen, die Welt schien in Ordnung, 1,5:0,5.

Markus entfaltete sein Schwarzspiel an Brett 7 etwas langsamer, aber ebenfalls beharrlich. Als er zwei Möglichkeiten zur Turmverdoppelung in der c-Linie hatte, erwischte er nach Murphy‘s Law die ungedeckte, wonach sein Springer Opfer einer Fesselung wurde. Geschmolzen war der Vorsprung, 1,5:1,5.

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Peer hatte an Brett 4 mit den weißen Steinen Schwierigkeiten, seine Mittelbauern in Gang zu bringen. Sein Gegner nutzte den Raum aus, um einen erstaunlich effektvollen Angriff auf den weißen König zu koordinieren. 1,5:2,5, die Gäste führten nun sogar.

Tanzende Springer musste Stephan VZ an Brett 8 (Weiß) ständig im Auge behalten, stellte aber auch seinem Gegner rechenintensive Daueraufgaben. Ein scheinbar vereinfachender Springerabtausch von Schwarz brachte die weiße Dame entscheidend nach vorn und erzwang den Übergang in ein Springerendspiel mit einem gedeckten weißen Freibauern in der a-Linie. Großer Vorteil für Stephan, der schwarze Bauernlauf in der Mitte kam zu spät. Glänzender Ausgleich zum 2,5:2,5.

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Olaf suchte am Spitzenbrett auch mit den schwarzen Steinen taktische Initiative, sein Springer geriet aber zu früh in Feindesland und gewährte dadurch dem Weißen eine Überzahl von taktischen Drohungen. Der Übergang in ein Turmendspiel mit zwei Minusbauern war noch die zäheste Variante, aber auf die Dauer nicht zu halten. Erneuter Rückstand 2,5:3,5.

Noch bestand Hoffnung, denn Manfred an Brett 5 (Schwarz) stand nach zäher Verteidigung wie eine gespannte Feder zum Gegenangriff bereit, und Ludwig hatte sich an Brett 2 (Weiß) aus einer Würgestellung wundersam befreit und stand in einem Damenendspiel mit je einem freien Randbauern für Weiß und Schwarz. In diesem dynamischen Stellungstyp zählt jedes Tempo mehr als Bauernraub. Dies lernte nun auch Ludwig aus der russischen Schule, und die Vordermannschaft verhungerte bei einem halben Brettpunkt zum neuen Zwischenstand von 2,5:4,5.

Das Match war entschieden, also gab Manfred sein nur noch leicht vorteilhaftes Turmendspiel remis zum Endstand von 3:5.

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Matchstatistik:
Vordermannschaft 0,5:3,5, Hintermannschaft 2,5:1,5.
Weißpartien 2:2, Schwarzpartien 1:3.

In der Tabelle nach sechs Runden hält sich SC Haar 3 dank vieler früher Mannschaftspunkte (7:5) auf Rang 4. Spitzenreiter bleibt erwartungsgemäß der Münchener SC 1836 4 (12:0). Verfolgerin SG Schwabing Nord 1 (10:2) wird in der nächsten (7.) Runde den Tabellenführer zum Spitzenduell um den Platz an der Sonne empfangen. Am Tabellenende (Plätze 9 und 10) verharren nach knappstmöglichen Niederlagen SV Höhenkirchen 1 (2:10 Mannschaftspunkte) und TSV Solln 2 (1:11).

Die siebte von neun Runden entsendet unsere dritte Mannschaft am Donnerstagabend 26. März 2020 zu einem Auswärtsspiel beim Tabellenachten SC Garching 6 (derzeit 4:8 Mannschaftspunkte). Spiellokal: Cafeteria des Garchinger Rathauses, Aufgang Ratssaal 2. Stock, Rathausplatz 1, 85748 Garching.

(kb)