RL201819 Spielbericht9

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Regionalliga Südwest 2018/19 / Spielbericht 9. Runde

Unglückliches Saisonfinale ohne Folgen: SC Haar 1931 1 - SC Sendling 1 3,5:4,5

Spielbericht:
Unsere 1. Mannschaft war zum Saisonabschluss in der Tabelle bereits abgesichert, während die Gäste aus Sendling noch gewisse Abstiegssorgen hatten. Dies führte zu einem abwechslungsreichen und spannenden Wettkampf, diesmal leider mit negativem Ausgang für uns.

Bernhard (Brett 6, Weiß) war heute eher friedlich gestimmt und vereinbarte nach weniger als 20 Zügen Remis. Bei leicht besserer Stellung hätte man das durchaus weiterspielen können (oder vorher den Mannschaftsführer fragen). 0,5:0,5.

Trotz vertrauter Eröffnungswege konnte Hagen an Brett 3 mit Schwarz einer leider missglückten Saison keine Wende geben: Nach einigen Ungenauigkeiten in komplizierter Stellung kam der Gegner mit einem entscheidenden Angriff im Zentrum durch. 0,5:1,5.

Dafür bescherte uns Helmut am Spitzenbrett den Ausgleich. Mit tiefgründigen brettumfassenden Manövern kam er zu einem gefälligen Angriffssieg gegen den unrochierten gegnerischen König. 1,5:1.5.

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Walter S. (Brett 7, Schwarz) hatte seine Partie stets unter Kontrolle und einigte sich in einem vollkommen ausgeglichenen Doppelturm-Endspiel auf Remis. 2:2.

Christoph an Brett 2 gelang es von Anfang an starken Druck auszuüben, den sein Gegner auch nach Übergang ins Endspiel nicht kompensieren konnte. Vor dem Matt stehend geb der Sendlinger schließlich auf. 3:2.

Dann die unnötigste Niederlage des Wettkampfes: Elmar (Brett 4) hatte wie sein Gegner viel Zeit verbraucht, die Stellung aber in ein ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel mit ungleichfarbigen Läufern abgewickelt. In der kritischen Zeitnotphase wurde Elmar dann von Pegasus bzw. den Herstellern diverser Billigkugelschreiber schnöde im Stich gelassen: Sage und schreibe fünf funktionsuntüchtige Schreibgeräte waren auf seinem Platz verteilt, die Suche nach Ersatz kostete Elmar wichtige Sekunden, sodass er just zu dem Zeitpunkt die Zeit überschritt, als die Position eigentlich geklärt schien ... bitter! 3:3.

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Die beiden restlichen Partien wurden von den Haarer Kibitzen mit Sorge verfolgt, denn bei beiden Brettern hatten wir zwei Minusbauern. In dieser Situation erhielt Cherin (Brett 8) überraschenderweise ein Remisangebot. Nachdem diese Partie als die weniger chancenreiche angesehen wurde, wurde dem Remis zugestimmt. 3,5:3,5.

Höchst dramatisch ging es am letzten verbliebenen Brett bei Winfried zu. Dieser hatte die Eröffnung exakt behandelt und nach 15 - 20 Zügen laut nachträglicher Computeranalyse bereits eine Gewinnstellung herausgespielt! Dann aber verpasste es Winfried an mehreren Stellen, den "Sack zu zu machen", der Sendlinger manövrierte fast 20 Züge bis zur ersten Zeitkontrolle mit ca. 1 - 2 Minuten Bedenkzeit nahe am Abgrund. Nach einem verzweifelten Figurenopfer des Gästespielers für unklare Angriffschancen entglitt Winfried die Stellung dann immer mehr: Zunächst verflüchtigte sich der noch vorhandene Vorteil und in einer entscheidenden Stellung entschied sich Winfried, mit dem König nach hinten statt in die (nur scheinbar gefährliche) Brettmitte zu wandern. So kam es zum Verlust der Mehrfigur und erzwungener Abwicklung in ein nicht mehr zu rettendes Endspiel. Der Wettkampf ging so noch verloren. 3,5:4,5.

Matchstatistik:
Vordermannschaft 2:2, Hintermannschaft 1,5:2,5.
Weißpartien 2:2, Schwarzpartien 1,5:2,5.


Saisonstatistik:
Die meisten Punkte unserer Haarer Vordenker erzielte Helmut Waelzel am Spitzenbrett mit herausragenden 6 Brettpunkten (aus 9 gespielten Partien), gefolgt von Christoph Lichtenstern (4,5 aus 8), Walter Jachs (4 aus 7) und Bernhard Raßl (4 aus 8). Die größten DWZ-Sprünge erreichten Nachwuchsspieler Luis Moufang (+42 aus einer Partie dank Jugend- und Sonderwertung), Peter Süßmann (+17), Helmut Waelzel (+14) und Konrad Bumes (+11). Die beste DWZ-Turnierleistung stammt von Helmut Waelzel (2294), vor Christoph Lichtenstern (2180), Peter Süßmann (2057) und Walter Jachs (2035).

Zum wiederholten Male beeinflusste die Haarer Mannschaft maßgeblich die Aufstiegsfrage: Durch das 4:4 in der 7. Runde gegen den Turnierfavoriten SF Augsburg 1 nutzte die zweite Mannschaft von MSA Zugzwang die Gunst der Stunde: Dank einem starkem letzten Saisondrittel wurde sie mit den gegenüber den Augsburgern besseren Brettpunkten Turniersieger und steigt in die Landesliga Süd auf.

Insgesamt kann unser Team mit dem erreichten Mittelfeldplatz durchaus zufrieden sein - viel mehr war angesichts der z.T. schwierigen Begleitumstände kaum zu erwarten. Hoffen wir, dass unsere Spitzenspieler die Pause bis zur neuen Saison nutzen können, um wieder ausgeruht und motiviert die kommenden Aufgaben zu meistern. Ein besonderer Dank gilt non-playing Captain Konrad Bumes, der mit unerschöpflicher Tatkraft unsere Schach-Individualisten zu einer Mannschaft zusammenhielt sowie dem Cateringteam Brigitte+Walter Schmidt, die auch heuer für das leibliche Wohl bei den Heimspielen sorgten.

(ak)