RL202526 Spielbericht6: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 08:58 Uhr

Regionalliga SW 2025/26 / Spielbericht 6. Runde

Nervenabitur: TSV Haunstetten 2 - SC Haar 1931 1 3,5:4,5

Spielbericht:
Eine Reifeprüfung der besonderen Art durchlebten die Haarer beim optischen Tabellenletzten im Süden von Augsburg. Nach drei Partien lagen wir scheinbar hoffnungslos 0,5:2,5 zurück, doch die übrigen fünf Bretter erkämpften sage und schreibe vier Punkte in fünfeinhalb Stunden.

Elmar stellte sich an Brett 4 (Schwarz) extrem kompakt auf. Eine solche Verteidigung --- angetäuschtes Caro-Kann? --- hatte offenbar auch der Weißspieler noch nicht gesehen und willigte bald ins Remis ein. 0,5:0,5 um 12:10 Uhr, so weit, so gut.

Doch dann bahnte sich Unheil an, und zwar ausgerechnet an zwei Weißbrettern. Jatin unterschätzte an Brett 7 das Potenzial eines schwarzen Gegenangriffs am Königsflügel und rochierte in diesen hinein. Dennoch öffnete sich dem weißen König kurz die Chance, einigermaßen heil davonzukommen, aber da war die Resilienz des Tages schon verbraucht. Also 1,5:0,5 für die Gastgeber um 12:20 Uhr.

Winfried hatte eine komplizierte Positionspartie bei vollem Brett 3. Er investierte mehrere Züge in ein Läufermanöver am Damenflügel, das aber zu guter Letzt rückgängig gemacht werden musste. Die Zwischenzeit nutzte Schwarz zu einem Figurenaufmarsch am Königsflügel und einem durchschlagenden Springeropfer auf h4 mit Mattangriff. Somit 2,5:0,5 um 13:10 Uhr.

Als Beruhigungspille wirkte Hagens starke Initiative an Brett 6, die er trotz der schwarzen Steine am Königsflügel entfaltete. Ein Springeropfer auf f3 und ein vorübergehendes Damenopfer bildeten die Höhepunkte seiner Bilderbuchtaktik, die ihn in ein Endspiel mit Mehrqualität brachte. Dadurch nur noch 2,5:1,5-Führung der Gastgeber um 13:45 Uhr.

Jetzt fehlte zum ersehnten Ausgleich ein ganzer Punkt an einem der verbliebenen Bretter. Der sträubte sich aber mit Händen und Füßen. Geradezu tragikomisch war die Situation an Brett 8 (Schwarz). Konstantin war es bei seiner Regionalligapremiere in einem T+L-Endspiel pfiffig gelungen, den weißen Turm zwischen Bauern beiderlei Farbe einzusperren. Somit spielte Schwarz praktisch mit einem Mehrturm, hatte aber gleichzeitig höchste Mühe, für seinen eigenen, beweglichen Turm eine offene Linie zu schaffen. Zum Aufbrechen der verkeilten Bauernketten wäre wohl zumindest ein Qualitätsopfer erforderlich gewesen. Da dessen Folgen am Brett nicht abzuschätzen waren, nahm Konstantin schließlich das weiße Remisangebot an. Zwischenstand 3:2 um 13:50 Uhr, immer noch Führung für Haunstetten.


Auch die drei übrigen Bretter versprachen keinen ganzen Erfolg: - Am Spitzenbrett hatte Helmut (Weiß) für einen Bauerngewinn einen scharfen Königsangriff durch Dame, Turm- und Läuferpaar auszuhalten. - An Brett 2 stand Christoph (Schwarz) mit einem Minusbauern im Schwerfigurenendspiel da. - An Brett 5 verlor Benjamin (Weiß) einen weit vorgerückten freien Mehrbauern postwendend zurück.

Doch wie von Zauberhand platzte der Knoten. Benjamin fand in einem reinem Bauernendspiel mit ausgeglichener Materialverteilung dank seines zentralisierten Königs Zugzwangmotive, die ein Bauernwettrennen zu seinen Gunsten entschieden. Am Schluss führte er das berüchtigte Endspiel Dame gegen Randbauer zum Sieg und glich somit zum Zwischenstand von 3:3 aus (14:40 Uhr). Aber klar war da noch keineswegs, wo der letzte Brettpunkt herkommen sollte.

Christophs Miene (und die der Haarer Zuschauer) hellte sich erst auf, als er die Damen tauschen konnte und im Turmendspiel eine klassische Verteidigungsstellung gegen den letzten weißen Freibauern einnehmen konnte. So stand es um 14:50 Uhr 3,5 zu 3,5 --- Alptraum aller Schlussspieler.


Doch Helmuts Nerven scheinen unverwüstlich. Nachdem er mit stoischer Ruhe den frühen schwarzen Gegenansturm ausgesessen hatte, suchte er im Endspiel T+S gegen T+L einen Weg, seinen Mehrbauern in Szene zu setzen. Lange Zeit wurde dieses Unterfangen durch fantasievolle schwarze Festungsideen und Stellungswiederholungen ausgebremst, aber mit schier unendlicher Geduld griff schließlich der weiße König in den Angriff ein und half bei der Eroberung eines zweiten Bauern, wonach die Partie schnell kippte.

Also Endstand 3,5:4,5 um 15:25 Uhr, total überraschend sogar noch ein Mannschafts-Auswärtssieg mit letzten Kräften für die Gäste aus Haar. Für uns zwei wichtige Mannschaftspunkte für das Ziel Klassenerhalt, für die Gastgeber (0:12 MP) ein herber Rückschlag in ihrem Kampf gegen den drohenden Abstieg, denn die laufende Saison hält nur noch drei Runden bereit.

Matchstatistik: Vordermannschaft 2:2, Hintermannschaft 2,5:1,5; Weißpartien 2:2, Schwarzpartien 2,5:1,5.

Die Tabellenspitze behaupten auch nach sechs Runden weiterhin die zwei Augsburger Mannschaften Schachfreunde 2 und SK Rochade 1 mit jeweils 10:2 Mannschaftspunkten. Im aktuellen Lokalderby fügte zwar Rochade Augsburg den Schachfreunden Augsburg die erste Saisonniederlage zu, hat aber deutlich weniger Brettpunkte. Die Plätze 3 und 4 nehmen SC Dillingen 1 und SK Marktoberdorf 1 ein (je 8:4 MP). Das Mittelfeld bilden MSA Zugzwang 2 und SC Haar 1 (je 6:6 MP), nur um einen halben Brettpunkt voneinander getrennt.

Runde 7 folgt in drei Wochen, am Sonntag 1. März 2026 (10 Uhr), und beschert der ersten Haarer Mannschaft im Bürgerhaus Haar ein Heimspiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn MSA Zugzwang 2.

(kb 09.02.2026)